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SOLDO: „FÜR DEN KOPF WAR DIE PAUSE ENORM WICHTIG“

Es heißt wieder schwitzen!

Am Sonntag startete die Mannschaft des FC Flyeralarm Admira mit der Vorbereitung auf das kommende Spieljahr.

Grund genug, um Trainer Zvonimir Soldo zum Interview zu bitten.

Zvonimir Soldo, wie wichtig war der Urlaub nach dieser aufregenden Schlussphase in der abgelaufenen Saison?

Der Urlaub war kurz (lacht). Die Auszeit war auf jeden Fall sehr wichtig, denn die Saison war sehr stressig und bis zum Schluss spannend und sehr nervenaufreibend. Auch für den Kopf war die Pause daher enorm wichtig. Ich hoffe, wir können in der neuen Saison anders auftreten, damit wir nicht wieder in so eine heikle Situation wie zuletzt kommen.

Was erwarten Sie von der neuen Saison?

Es gilt sich überall zu verbessern, in allen Bereichen. Wir hatten im vergangenen Spieljahr Probleme in der Offensive, bekamen hinten – ich nenne es mal – zu billige Tore. Das unterstrich auch unsere schlechte Platzierung, die Tabelle lügt nie. Mit guter und harter Arbeit ist in der neuen Saison aber alles möglich. Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht wieder in so eine prekäre Situation kommen werden.

Was muss bzw. wird dafür notwendig sein?

Wir müssen weiter hart trainieren. Es muss für alle als normal angesehen werden, dass wir zum Beispiel auch zwei Mal pro Tag eine Einheit absolvieren. Die Fitness ist ein wichtiger Punkt. Wenn sich jemand fit fühlt, hat er mehr Selbstvertrauen. Den Beweis dafür haben wir selbst geliefert und erlebt: Wir hatten zuletzt kaum verletzte Spieler und die Mannschaft hat einen fitten Eindruck hinterlassen. Die Spiele nach der Corona-Pause waren – mit Ausnahme des Heimspiels gegen WSG Tirol – alle ausgeglichen. Da geht es um ein paar Prozent, die es gilt aus den Spielern heraus zu kitzeln, damit wir in Zukunft solche engen Duelle gewinnen.

Wie definieren Sie eigentlich das Wort Professionalität?

Es gibt da einen Spruch: Was ist der Unterschied zwischen einem Amateur- und Profispieler? Der Amateur hofft, der Profi macht. Das heißt, wir müssen in Zukunft agieren, nicht reagieren. Ich habe meinen Spielern extra etwas länger Urlaub gegeben, damit sie beim Start auch im Kopf frisch sind. Denn sie müssen nicht nur im Training bereit sein, sondern auch in ihren Gedanken.

Anders als in der letzten Saison sind Sie nun bereits in der Vorbereitung voll involviert. Startet die „Ära Soldo“ bei der Admira quasi jetzt erst?

Bei meinem Amtsantritt war die Situation nicht einfach. Doch ich kenne solche Phasen aus meiner Zeit als Spieler und Trainer beim 1. FC Köln. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, aus so einer Lage herauszukommen. Man muss sehr viel investieren und man braucht auch das nötige Glück. Doch wir haben es geschafft. Jetzt gilt es eine gute Vorbereitung zu absolvieren, dann werden wir sehen, was dabei herausspringt. Mein Ziel ist es, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Meine Blickrichtung geht nach oben.

COVID-19 hat die Welt auf den Kopf gestellt. Auch der Fußball ist stark betroffen. Heuer wird es etwa eine wohl einzigartige Transferphase geben. Möglicherweise werden die Teams erst ganz spät zusammengestellt. Wie gehen Sie damit um?

Es ist für alle eine komplett neue Situation, die wir alle so noch nicht erlebt haben und hoffentlich nie mehr erleben müssen. Einige Ligen haben ihre alte Meisterschaft noch nicht einmal beendet. Wir müssen einfach nach und nach die Mannschaft zusammenstellen. Auf uns wartet daher viel Arbeit. Grundsätzliches: Ich werde aber grundsätzlich nie einen Kader als Ausrede hernehmen, sollte es nicht so gut laufen. Ich arbeite mit dem Spielermaterial, welches mir zur Verfügung steht.

Sie wirken bei den Spielen immer sehr ernst, fast versteinert. Viele Fans fragen sich: Kann Zvonimir Soldo auch einmal herzhaft lachen?

Natürlich (lacht). Ich habe die Diskussion schon oft mitbekommen und muss darüber selbst immer schmunzeln… Mich begleitet das Thema eigentlich schon meine ganze Karriere. In der letzten Saison gab es nicht so oft einen Grund dafür, zu lachen….

Das heißt, wenn man Sie in Zukunft an der Seitenlinie häufiger lachen sieht, läuft es bei der Admira gut?

Ich würde mir nichts lieber wünschen.