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KETELAER: „MIR LIEGT DIE NACHWUCHSFÖRDERUNG SEHR AM HERZEN“

Seit etwas mehr als einer Woche ist Marcel Ketelaer als neuer Sportdirektor beim FC Flyeralarm Admira im Amt. Sein Engagement ging schlussendlich zügig über die Bühne.

„Ich hatte schon im letzten Jahr gelegentlich Kontakt mit dem damaligen Admira-Trainer Damir Buric, den ich aus unserer gemeinsamen Zeit in Gladbach gut kenne. Zudem gab es auch mit dem Sportdirektor der Würzburger Kickers, Sebastian Schuppan, immer wieder einen Austausch über diverse Spieler. Über diese Schiene bin ich dann zu Jochen Seuling gekommen. Er hat mich rund um das Saisonfinal-Wochenende kurzfristig zu einem Gespräch eingeladen, welches sehr produktiv war. Danach ging alles ganz schnell“, berichtet der Deutsche.

Ketelaer, der in seiner aktiven Karriere u.a. bei Mönchengladbach, HSV und Rapid tätig war, freut sich auf seine kommenden Aufgaben in der Südstadt.

„Die Strukturen für meine Ideen und Vorstellungen sind bei der Admira bestens gegeben. Es gibt eine hervorragende Akademie, die in den Jahren immer wieder den einen oder anderen Spieler herausgebracht hat. Man kann jungen, talentierten, aufstrebenden Spieler die Plattform Bundesliga anbieten.“

Dem 43-Jährigen „liegt vor allem die Nachwuchsförderung sehr am Herzen, weil ich selbst die Möglichkeit hatte, als 17-Jähriger bei den Profis zu trainieren und mit 18 Jahren mein Bundesliga-Debüt feiern konnte. Daher weiß ich genau, wie supercool die Sache für einen jungen Spieler sein kann. Da möchte ich den Jungs helfen.“

Dabei will Ketelaer seine Erfahrungen von damals weitergeben und den jungen Spielern dadurch unter die Arme greifen.

Er erinnert sich: „Ich bin genau diesen Weg als junger Spieler gegangen und das Mitte der 90er Jahre, wo es noch nicht so einfach war, einem arrivierten Akteur den Platz streitig zu machen. Am Ende des Tages hat mir dabei ein wenig die Unterstützung, der Halt gefehlt. Es gab nur die Anweisung: Geh auf den Platz und funktioniere – wenn nicht, dann bist du weg! Deswegen freue ich mich, jetzt in einer Position zu sein, wo ich eine Hilfestellung anbieten kann. Ich hoffe, dass ich bei den Spielern ein Gehör finde und sie mir auch die Möglichkeit geben, ihnen zu helfen. Ich möchte die Jungs nicht maßregeln oder belehren, sondern unterstützen. Das ist mein Ansatz.“

Mit Andreas Herzog hat der ehemalige DFB-Nachwuchs-Teamspieler einen gleichgesinnten Chefcoach an seiner Seite. „Wir haben beide eine gewisse Vergangenheit in Bezug auf jüngere Spieler bzw. Nachwuchs-Entwicklung. Andi hat einen Blick für die Jungen.“

Ketelaer ist aber natürlich bewusst, dass es nur mit Jugend nicht gehen wird. „Es ist wichtig, dass es eine Achse mit erfahrenen Spielern gibt. Wir benötigen z. B. jemanden, der dem Gegner wehtut und Außenbahnspieler, die rauf und runter laufen. Wir brauchen Mentalität, denn Mentalität schlägt manchmal Qualität.“

Aktuell hat die Kaderplanung oberste Priorität. „Wir – Andi Herzog, Jochen Seuling und ich – arbeiten den Ist-Bestand auf. Ich denke, dass die Mannschaft auch noch den einen oder anderen Input benötigt, um in eine stabilere Saison zu gehen. Wir wollen nicht wieder da unten zittern. Unser Ziel ist, ein Fundament aufzubauen, welches sich Woche für Woche steigern kann.“