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KERSCHBAUM: „BEI DER VERABSCHIEDUNG WAR VIEL WEHMUT DABEI“

89 Pflichtspiele absolvierte Roman Kerschbaum für den FC Flyeralarm Admira. Dabei gelangen dem Mittelfeldspieler 21 Tore und 9 Assists. Eigentlich hätten noch weitere Einsätze folgen sollen, doch eine Knöchelverletzung beendete die Saison des 28-Jährigen vor ein paar Wochen vorzeitig.

„Es ist im Training, komplett ohne Fremdeinwirkung passiert – bei einem normalen Schritt. Ich habe einen richtig starken Stich unterhalb des Knöchels verspürt, hatte dann gleich starke Schmerzen und der Knöchel ist angeschwollen“, erinnert sich Kerschbaum.

Mittlerweile wurde der gebürtige Neunkirchener schon erfolgreich operiert: „Die OP ist gut verlaufen – die erste Phase der Wundheilung ebenso. Die Fäden sind bereits draußen. Dadurch kann ich jetzt mit Physiotherapie und Oberkörpertraining beginnen. Ich darf jetzt wieder Schwitzen, muss aber natürlich schauen, wie schnell ich die Belastung steigern kann.“

Am vergangenen Samstag gab es für Admiras Nummer acht im Vorfeld des Altach-Spiels eine würdige Verabschiedung – wovon er im Vorfeld nichts wusste.

„Die ganze Verabschiedung war eine große Überraschung – vor allem, dass die Mannschaft noch einmal vor dem Aufwärmen zu mir gekommen ist, war ein richtig schönes Zeichen. Es war aber auch viel Wehmut dabei, weil ich dem Team gerne helfen wollte, meinen Abschied gerne am Platz gefeiert hätte und weil das Kapitel Admira zu Ende geht“, gesteht Kerschbaum.

Wie alle im Verein, fiebert er dem Showdown gegen den LASK entgegen und hofft natürlich auf ein Happy End. Dass er zum Zuschauen verdammt ist, schmerzt fast genauso, wie die Verletzung an sich.

„Das Zuschauen war schon die letzten Spiele sehr hart. Jetzt im finalen Spiel ist es noch spannender. Ich bin beim Zuschauen viel nervöser, als wenn ich selbst spiele. Ich würde einfach gerne eingreifen und der Mannschaft helfen, aber es geht nicht. Man muss das hinnehmen und akzeptieren, was die Jungs am Platz zeigen.“

Am Freitag endet jedenfalls die Ära Kerschbaum in der Südstadt. Was er mitnimmt? „Drei Jahre sind eine lange Zeit. Ich werde immer gerne an diese Zeit denken, weil ich mich hier immer wohl gefühlt habe. Ich habe in den drei Jahren einfach super Leute kennengelernt und viele Freundschaften geknüpft, die lange bestehen werden. Der Verein ist super familiär. Jeder ist für den anderen da. Das Verhältnis zwischen Fans und Mannschaft war großartig“, blickt „Kerschi“ zurück.

Als seine schönsten Momente nennt er: „Jeweils der Klassenerhalt in den letzten zwei Jahren. An diese Tage werde ich mich mein Leben lang erinnern. Das Feiern mit den Kollegen bleibt unvergessen. Persönlich kommen auch noch die Siege gegen Rapid heuer und Salzburg in der letzten Saison dazu. In beiden Partien konnte ich einen entscheidenden Treffer erzielen.“

Weniger schön ist hingegen, „dass ich im Endspurt der Saison verletzt ausgeschieden bin und der Mannschaft nicht mehr helfen kann. Das ist sehr bitter.“

Im Sommer geht es für Kerschbaum dann bei Rapid weiter. „Rapid ist noch einmal eine Nummer größer. Von der Tradition und den Fans ist der Klub die Nummer eins in Österreich“, so der Mittelfeldmann, der abschließend seine Bewegründe für den Wechsel nennt:

„Für Rapid haben die Größe, Bekanntheit und Beliebtheit gesprochen. Die sportlichen Verantwortlichen haben sich außerdem schon sehr lange um mich bemüht und das war dann auch ausschlaggebend für meine Entscheidung.“