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HELMES: „FANS MÜSSEN SEHEN, DASS DIE JUNGS IHR LETZTES HEMD GEBEN“

Am Sonntag steigt für den FC Flyeralarm Admira im Rahmen der 2. Bundesliga-Runde das Derby gegen SKN St. Pölten.

Für die Panther ist es das erste Pflichtspiel mit Fans in der BSFZ-Arena seit sechs Monaten. Für Patrick Helmes ist es überhaupt das erste Spiel als Cheftrainer einer Profi-Mannschaft.

Der 36-Jährige – bisher Trainer der Juniors – übernahm den Posten des Chefcoachs vorerst interimistisch von Zvonimir Soldo.

Patrick Helmes, mit welchen Gefühlen gehen Sie in das Spiel gegen St. Pölten?

Ich habe große Lust auf die Partie und auf die Arbeit mit den Jungs. Die Mannschaft hinterlässt einen sehr engagierten Eindruck und hat im Training ordentlich Gas gegeben. Sie versuchen unsere Vorgaben bestmöglich umzusetzen. Ich habe jedenfalls ein sehr gutes Gefühl, dass wir am Sonntag eine Mannschaft am Platz sehen werden, die alles aus sich rausholen wird. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Zvonimir Soldo bedanken. Ich habe die Zeit an seiner Seite sehr genossen. Er ist ein toller Mensch.

An welchen Schrauben haben Sie in den letzten Tagen gedreht?

Wir haben uns im letzten Spiel nicht gut präsentiert, haben 1:4 verloren. Daher ist es notwendig, dass wir uns in jedem Bereich verbessern: Sei es mit dem Ball, gegen den Ball bzw. sich an die Basics erinnern. Das Gute ist, dass diese Grund-Tugenden bei jedem Spieler vorhanden sind. Sie schlummern nur. Jetzt gilt es, die Jungs zu „wecken“ und ihnen klar zu machen, dass sie ihre Skills abrufen müssen. Und es geht darum, die Spieler zu begeistern, damit wieder eine Energie freigesetzt wird. Wenn uns das gelingt, erwartet St. Pölten ein richtiger Fight.

Das NÖ-Derby wird ihr erstes Spiel als Cheftrainer einer Profi-Mannschaft sein. Werden Sie das Spiel genießen können, oder ist der Druck, der im Fußball immer herrscht, dafür zu groß?

Ich habe selbst zehn Jahre in der deutschen Bundesliga gespielt. Schon damals konnte ich mit der jeweiligen Situation gut umgehen. Es ist für einen Trainer wichtig, dass die Jungs merken, dass eine irrsinnige Vorfreude auf die Partie herrscht. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir alle Fußballer bzw. Trainer sind. Deshalb sollten wir auch ein bisschen Demut zeigen und froh sein, dass wir diesen Job ausüben dürfen – denn viele Millionen Menschen träumen davon. Das versuche ich zu transportieren. Ich persönlich freue mich riesig auf das Match. Es wird etwas Besonderes in meinem Leben sein. Ich bin zwar erst seit zwei Monaten beim FC Flyeralarm Admira, aber ich fühle mich hier unheimlich wohl. Ich denke, ich habe eine gute Bindung zu allen Leuten im Verein aufgebaut. Ich weiß, wie viel ihnen dieser Klub bedeutet. Das macht das Arbeiten für mich einfacher. Ich habe maximalen Spaß daran, mit den Jungs zu arbeiten.

Sie waren in ihrer aktiven Karriere ein erfolgreicher Torjäger, waren also sehr offensiv ausgerichtet. Wie legen Sie es als Trainer an?

Wir haben gegen Rapid nicht nur zu wenige Torchancen herausgespielt, sondern haben auch nicht gut verteidigt. Unser Umschaltspiel war ebenfalls nicht gut. Wir haben in jedem Bereich zu wenig gemacht. Daran gilt es zu arbeiten. Am Sonntag muss gegen St. Pölten eine Mannschaft am Platz stehen, die den Fans zeigt, dass sie ihr letztes Hemd geben würde. Darum geht es mir. Jeder Mensch macht Fehler, aber es geht darum, dass wir zeigen, dass wir daraus gelernt haben. Jeder muss für den anderen laufen. Es geht wie schon erwähnt um die Grund-Tugenden.